Russkaja Linija, Tchaikovskywettbewerb Moskau, 10.07.2007
„(...) Benjamin Moser überzeugte das Publikum durch seine aufrichtige und innige Interpretaton russischer Musik. Vor allem die Preludes von Rachmaninov und die F-Dur-Variationen von Tchaikovsky bleiben hier in besonderer Erinnerung. Nicht ohne Grund wurde der Sonderpreis für die beste Interpretation der Werke Tchaikovskys eben an Moser vergeben(...). Sein Spiel wirkt durch die Lyrik und die Ehrlichkeit im besten Sinne anziehend, ein schoener, weicher Klang. Er macht auf der Bühne keine unnötige Show (er wirkt nicht wie ein Wettbewerber, vielmehr als ob er zur eigenen Freude einem Kreis lieber Freunde vorspielte) und erweckt auch durch seinen Gang und die hohe Gestalt unvermeidlich Assoziationen mit dem jungen Cliburn.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Rezital Frankfurt, 09.05.2007
„Selten konnte der rührige Musikkreis Leyda Ungerer seinen selbstgesetzten Auftrag, junge musikalische Hochbegabungen zu fördern, glücklicher verwirklichen als mit Benjamin Moser. (...) Bannende Intensität der Wiedergabe in den eruptiven Abgründen der siebten Prokofievsonate. Welch reiches pianistisches Potential dem Mittzwanziger zur Verfügung steht, hatte er zuvor in Ravels „Gaspard de la Nuit“ bewiesen, dessen fingerbrecherische Schwierigkeiten er souverän und klanglich fein schattiert bewältigte.“

Süddeutsche Zeitung, Rezital Gilching, 18.10.06
„Moser präsentierte Johann Sebastian Bachs Französische Suite Nr.5 G-Dur, temperamentvoll und elegant. (...) Der Anfang mit Debussypreludes wurde zur Visitenkarte des Pianisten, der ebenfalls in seine Interpretation Eindrücke aus Literatur, Film und Theater einbezog. man merkte sofort, dass dieser Künstler Bilder und ganze Szenen tatsächlich sieht, wenn er spielt.“

Süddeutsche Zeitung München, Rezital München, 20.09.2006
„Was für ein Spektrum erfüllten Klavierspiels bei Benjamin Mosers Abend im kleinen Konzertsaal des Gasteigs.(...)Die drei Nachtstücke Holligers umfassen Todesahnung, Sterben und jenseitige Verklärung. Moser spielt das ebenso luzide, präzise und ernsthaft, wie er sich anschließend in die „Waldstein“-Sonate versenkt. Phantastisch lebendig artikuliert er, auch dank der absoluten, sehr präzise und doch frei genutzten, metrischen und rhythmischen Selbstständigkeit seiner beiden Hände(...). Mozarts KV 570 spielt Moser mit einer Mischung aus Schlichtheit und Finesse, aus zarter Grazie und glasklarem Anschlag, der einzig Mozarts Spätstil angemessen scheint. Auch Prokofievs marschierende Soldaten und komponierte Bombeneinschläge wirken bei Moser nicht wie diffuser, gewalttätiger Schlachtenlärm, sondern schneidend scharf, durchsichtig und geradezu architektonisch geschichtet.“

Erlanger Nachrichten, Rezital Erlangen, 18.11.04
„Moser ist ein Meister der inneren Dramatik. In Ludwig van Beethovens Sonate Op.110 differenziert er mit feiner Deutlichkeit, bleibt immer ruhiger Erzähler(...). Faszinierend, mit welcher Freiheit der junge Künstler Fréderic Chopins Polonaise-Fantaisie As-Dur Op.61 präsentiert. Spontan fantasiert, nicht komponiertem Notenmaterial entspringend, wirkt sein Vortrag der intermezzi Op.118 von Johannes Brahms.“