Nordbayerischer Kurier, Rezital Bayreuth, 11.9.2011

Sein Zugriff  auf den späten Brahms, auf die erste Nummer des herbstlichen Spätwerks Op.118, ist extrem forsch. Doch schon wie er die zweite Nummer angeht ist erstaunlich: Da hört man in ein paar Takten das gnaze Leben. Da bohrt es zart, da wird es tieftraurig, ja so zu Tränen rührend. Er weiß, was er da spielt, er gibt die Rührung weiter, aber er bleibt klar. Selbst der Rausch des Liebestodes (...) wird kristallklar gestaltet, nicht pseudo-meditativ verschmiert. (...) Der Wagner-Verband hat bei der Auswahl dieses Stipendiaten eine glückliche Hand bewiesen. Moser spielt alte Stücke - die plötzlich wieder sehr neu klingen."

Rheinische Post, Rezital Rheinberg, 6.9.2011

"Spontane Bravo-Rufe. Mit einem sensibel poetischen Klavierabend eröffnete die Musikalische Gesellschaft ihre Konzertsaison. Benjamin Moser überzeugte mit seiner überlegenen Technik in einem breiten Spektrum erfüllter Klaviermusik. Er artikulierte äußerst lebendig in einer Mischung aus Schlichtheit und Finesse, zarter Grazie und präzisem rhythmischem Anschlag (Beethoven, Variationen Op.34). Sein feiner Anschlag und der subtile Pedalgebrauch brachten die Töne des Bösendorfer-Flügels wunderbar zum Klingen und schafften einen außergewöhnlichen Reichtum an Klangfarben (Brahms Op.118). Höchste emotional, dennoch ernsthaft und präzise interpretierte Moser Isoldens Liebestod von Liszt. (In Prokofievs Romeo und Julia) zeichnete er intime Momente distinguiert zurückhaltend und ließ die agressiven Passagen explodieren, ohne in Lärm abzugleiten. Leidenschaftlich und unmissverständlich grimmig (...) spielte Moser Prokofievs Sonate Nr.7 und veranlasste das Publikum zu spontanen Bravo-Rufen.

Südkurier, Rezital Bodenseefestival, 6.Mai 2010

"Pianist der Sonderklasse. Sensationell gut. Benjamin Moser (...) spielte in beglückend tönender Manier Werke von Frederic Chopin bis Ludwig van Beethoven. Allein seine Auswahl der Musikstücke (Chopin Walzer, Etüden, Polonaise-Fantaisie, Beethoven Sonate Op.111), zeugte von seinem immensen Können, denn das verlangte enorme Technik wie anmutige Klangpoesie.(...) Er verschmolz mit der Partitur dieser anspruchsvollen Musik, gerade die Übergänge zu Pianotönen faszinierten voll (...), ein brilliantes Klavierkonzert mit Hochgenuss pur."

Donaukurier, Rezital Pfaffenhofen, 24.2.2010

"...welche Klangfarben Moser dabei zur Verfügung stehen, wie er eine Linie plötzlich verdunkelt, eine andere Stimme dafür leuchtend klar hervortreten lassen kann, wie der Diskant sphärisch und eine Bassstimme erdverbunden tönt, lässt sich
bei weitem besser hören als beschreiben. (...) Ein gleichermaßen auf klangliche Wirkung bedachter wie mit klarem Sinn für musikalische Linienführung begabter Pianist. (...) Große Kunst, die beweist: Klavierspieler spielen Klavier, ein Pianist - wie Benjamin Moser - spielt auf dem Klavier."

Hannoversche Allgemeine, Rezital Hannover, 30.Oktober 2008

"Pianist Benjamin Moser begeistert in Hannover. (...) Er ist der Mann der feinen Nuancen, des zarten Anschlags, ein poetischer Klangmaler mit enormer Ausdruckskraft. Wenn Benjamin Moser am Flügel sitzt, dann trägt er sein tiefstes inneres nach außen."

Washington Post, Rezital Washington Kennedy Center, 10.April 2008

"From Pianist Benjamin Moser, Single-Handed Finesse.(...) After hearing his program, it would be hard to imagine Moser making an ugly sound. We would expect beautiful playing in the "October" and "January" movements from Tchaikovsky´s "The Seasons"- turned out here with a wistfulness and singing tone that brought Schumann to mind - and in Skrjabin´s Two Pieces for the Left Hand Op.9, which many pianists could not have made sound so rich and full as Moser´s performance if they had used both hands. But with certain pianists, Skrjabin´s B Minor Fantasy, Op.28, the "Scarbo" from Ravel´s "Gaspard de la Nuit" or the finale of Prokofiev´s seventh sonata can be made to hector. Not here. In each piece, Moser´s masterly pedaling, powerful but controlled left hand and scrupulous layering of dynamics ensured a clarity and solidity to the sound that never lost tonal luster, even at triple forte. And, more crucially, every piece spoke from the heart."

New York Times, Rezital Carnegie-Zankelhall New York, 28.März 2008

"His technique and musicality were shown to fine effect in Skrjabin´s Chopinesque "Two Pieces for the left hand" (...), in Mr. Moser´s eloquent performance it seemes as if two hands were playing. Both of them flew across the keys in his passionate, colourful rendition of the composer´s tumultuous Fantasy in B minor Op.28. (...) The program also included Elis:Three Night Pieces by Heinz Holliger (...). Mr.Moser gracefully played the three short abstract movements. For encores, Mr.Moser, who was certainly an audience favourite on Tuesday, offered a fiery, virtuosic rendition - notable for its chrystalline articulation and driving momentum - of the third movement from Prokofiev´s Piano Sonata No.7 and a whimsical interpretation of the first movement of Schumann´s "Kinderszenen".

Russkaja Linija, Tchaikovskywettbewerb Moskau, 10.07.2007
„(...) Benjamin Moser überzeugte das Publikum durch seine aufrichtige und innige Interpretaton russischer Musik. Vor allem die Preludes von Rachmaninov und die F-Dur-Variationen von Tchaikovsky bleiben hier in besonderer Erinnerung. Nicht ohne Grund wurde der Sonderpreis für die beste Interpretation der Werke Tchaikovskys eben an Moser vergeben(...). Sein Spiel wirkt durch die Lyrik und die Ehrlichkeit im besten Sinne anziehend, ein schoener, weicher Klang. Er macht auf der Bühne keine unnötige Show (er wirkt nicht wie ein Wettbewerber, vielmehr als ob er zur eigenen Freude einem Kreis lieber Freunde vorspielte) und erweckt auch durch seinen Gang und die hohe Gestalt unvermeidlich Assoziationen mit dem jungen Cliburn.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Rezital Frankfurt, 09.05.2007
„Selten konnte der rührige Musikkreis Leyda Ungerer seinen selbstgesetzten Auftrag, junge musikalische Hochbegabungen zu fördern, glücklicher verwirklichen als mit Benjamin Moser. (...) Bannende Intensität der Wiedergabe in den eruptiven Abgründen der siebten Prokofievsonate. Welch reiches pianistisches Potential dem Mittzwanziger zur Verfügung steht, hatte er zuvor in Ravels „Gaspard de la Nuit“ bewiesen, dessen fingerbrecherische Schwierigkeiten er souverän und klanglich fein schattiert bewältigte.“

Süddeutsche Zeitung, Rezital Gilching, 18.10.06
„Moser präsentierte Johann Sebastian Bachs Französische Suite Nr.5 G-Dur, temperamentvoll und elegant. (...) Der Anfang mit Debussypreludes wurde zur Visitenkarte des Pianisten, der ebenfalls in seine Interpretation Eindrücke aus Literatur, Film und Theater einbezog. man merkte sofort, dass dieser Künstler Bilder und ganze Szenen tatsächlich sieht, wenn er spielt.“

Süddeutsche Zeitung München, Rezital München, 20.09.2006
„Was für ein Spektrum erfüllten Klavierspiels bei Benjamin Mosers Abend im kleinen Konzertsaal des Gasteigs.(...)Die drei Nachtstücke Holligers umfassen Todesahnung, Sterben und jenseitige Verklärung. Moser spielt das ebenso luzide, präzise und ernsthaft, wie er sich anschließend in die „Waldstein“-Sonate versenkt. Phantastisch lebendig artikuliert er, auch dank der absoluten, sehr präzise und doch frei genutzten, metrischen und rhythmischen Selbstständigkeit seiner beiden Hände(...). Mozarts KV 570 spielt Moser mit einer Mischung aus Schlichtheit und Finesse, aus zarter Grazie und glasklarem Anschlag, der einzig Mozarts Spätstil angemessen scheint. Auch Prokofievs marschierende Soldaten und komponierte Bombeneinschläge wirken bei Moser nicht wie diffuser, gewalttätiger Schlachtenlärm, sondern schneidend scharf, durchsichtig und geradezu architektonisch geschichtet.“

Erlanger Nachrichten, Rezital Erlangen, 18.11.04
„Moser ist ein Meister der inneren Dramatik. In Ludwig van Beethovens Sonate Op.110 differenziert er mit feiner Deutlichkeit, bleibt immer ruhiger Erzähler(...). Faszinierend, mit welcher Freiheit der junge Künstler Fréderic Chopins Polonaise-Fantaisie As-Dur Op.61 präsentiert. Spontan fantasiert, nicht komponiertem Notenmaterial entspringend, wirkt sein Vortrag der intermezzi Op.118 von Johannes Brahms.“